Schrottsorten: Ein Überblick

Schrott lässt sich grob in Stahlschrott, Altmetallschrott und Elektroschrott einteilen. Jede Kategorie besteht dann noch aus weiteren Unterkategorien.

Stahlschrott

Stahlschrott wird durch das chemische Symbol für Eisen auch als FE-Schrott bezeichnet. Als Mischrott, Scherenschrott oder Brennerschrott werden dabei zum Beispiel alte Maschinen, die weniger als 5% Anhaftungen enthalten und frei von Kupfer, Zinn und anderen Legierungen sind, bezeichnet. Neben Altmaschinen gehören auch Schrauben, Gitterroste, alte Fahrräder, Garagentore, Metallzäune und Bleche dazu.

Stahlschrott wird nach der Größe der Schrottteile unterschieden. Je nach Sorte kommen verschiedene Verfahren zur Zerkleinerung zum Einsatz.

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Mischschrott

Als Mischschrott oder Sammelschrott wird Schrott bezeichnet, der mit anderen Stoffen vermischt ist. Weil für diesen Schrott nur nach aufwendigem Zerkleinern und Sortieren weiterverarbeitet werden kann, sind auch die Preise für Mischschrott nur gering. Was noch als Mischschrott angesehen wird, darüber hat jeder Schrotthändler seine eigene Meinung. Fest steht nur, dass in Mischschrott maximal 10% an fremden Stoffen und keine gefährlichen Stoffe enthalten sein dürfen.


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Scherenschrott

Der Scherenschrott entsteht hauptsächlich bei der Demontage von alten Öltanks, Industrie- und Heizungsanlagen, Stahlkonstruktionen und Autokarroserien. Man unterscheidet nach der Größe der Stücke zwischen leichter Scherenschrott und schwerer Scherenschrott.

Seinen Namen erhält der Scherenschrott von den Werkzeugen die zur Zerkleinerung eingesetzt werden, dieser Verarbeitungsschritt geschieht mithilfe von großen Hydraulikschreren. Die so zerlegten Teile werden anschließend geschreddert und über Magnete wird das eisenhaltige Metall von den nichtmagenetischen Metallen getrennt.

Brennerschrott

Der Brennerschrott wird auch als Sorte 3 Stahlschrott bezeichnet und besteht aus allen Stahlteilen, die größer als 150 x 50 x 50 cm sind und deren Dicke 6mm überschreitet. Diese unhandlichen Stahlschrottteile werden im Brenner zerkleinert und dann dem Schmelzofen zugeführt. Entscheidend ist auch hier, dass der Brennerschrott frei von Anhaftungen und gefährlichen Stoffen ist. Denn diese würden bei der Zerkleinerung im Brenner zu schädlichen Emissionen führen. Brennerschrott muss deshalb frei von Legierungen, Öl und Schmierstoffen, Kunststoffen, Holz und anderen chemischen Flüssigkeiten sein.

Da sich in Deutschland praktisch keine Eisenerzvorkommen befinden, gehört die Bundesrepublik weltweit zu den Spitzenreitern bei der Aufbereitung von Stahlschrott.

Die sogenannte “weiße Ware” wie Waschmaschinen und andere Haushaltsgroßgeräte ist kein Stahlschrott, sondern fällt unter die Kategorie Elektroschrott.

Altmetallschrott

Der Altmetallschrott enthält ein oder mehrere Nicht-FE-Metalle wie etwa Kupfer, Zink, Zinn, Aluminium, Messing und Blei. Wegen des geringeren Energieaufwands bei der Herstellung aus Recycling-Material besitzen Altmetalle eine hohe Wiedergewinnungsquote von rund 60 Prozent. Da es für jedes Metall eine eigenes Aufbereitungsverfahren gibt, muss der Altmetallschrott möglichst frei von Verunreinigungen wie Plastik oder Holz sein und nach Metall getrennt werden.

Für Schrotthändler und -sammler ist der Altmetallschrott lukrativ, da hier hohe Kilopreise gezahlt werden und so für geringe Mengen schon recht viel Geld zusammen kommt.

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Elektroschrott

Unter die Kategorie Elektroschrott fallen Geräte durch die elektrischer Strom fließt – egal ob aus der Steckdose oder einer Batterie. Der Elektroschrott enthält oft Schwermetalle und andere Schadstoffe und muss deshalb gesondert verarbeitet werden. Der Schrottplatz benötigt für die Verarbeitung eine Zertifizierung im Umgang mit den Gefahrenstoffen.

Da Elektroschrott neben den Industriemetallen auch Edelmetalle wie Gold und Silber sowie Hochtechnologie-Metalle aus der Gruppe der Seltenen Erden befinden werden für diese Schrottart sehr hohe Schrottpreise pro Kilo bezahlt. Insbesondere auch durch die Exportbeschränkungen des Quasi-Monopolisten für Seltene Erden, der Volkrepublik China, gibt es eine erhöhte Nachfrage nach recyclten Metallen aus der Gruppe der Seltenen Erden.

Grundsätzlich sind die Hersteller dazu verpflichtet alte Elektrogeräte kostenlos zurückzunehmen und fachgerecht zu entsorgen.

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